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Der männliche Widerspruch

Apr 25, 2007 ~ filed under: A-life & Deutsch ~ 3 comments »

Ich werde sie nie verstehen, die Männer. Erst lehnen sie etwas total ab und dann, kurze Zeit später, nutzen sie jenes etwas doch und zwar auch noch sehr extrovertiert (beispielsweise im www, mit realem Namen, obwohl man doch vorher nicht erkannt oder zugeordnet werden wollte, mit peinlichen Bildern von einem selbst und mit vollem Namen darunter, obwohl man ja anfangs schon etwas gegen das Erscheinen des realen Namens hatte, man hätte ja auch sowieso keine Zeit für solche Dinge, und nun ist man doch täglich dabei, etc.).
Hallo, geht’s noch?
Da hat man sogar das Verbot, bestimmte Namen (der Objekte, um die es geht) nicht mehr an- bzw. auszusprechen, weil man sich sowieso nur die Köpfe heiß diskutieren würde. Ich habe es akzeptiert, diese Namen in Gesprächen nicht mehr zu nennen. Doch nun sehe ich den mir bekannten Mann sich in einem dieser Objekte regelrecht austoben. Muss man das verstehen? Die Gegenargumente, die man anfangs zu hören bekam, verlieren doch nun total an Substanz. Schließlich ging es ja auch um Anonymität im Internet und um die nicht zur Verfügung stehende Zeit und überhaupt…ein totaler Widerspruch! Wie soll man denn die Männchen dieses Planeten bei anderen Diskussionen noch ernst nehmen, wenn sie Dinge erst total verpönen und sie dann, still und leise, doch (recht intensiv) nutzen. Wollen Männer Sachen einfach nur selbst entdecken und können sich nicht (von Frauen) zu etwas Neuem, etwas Unbekanntem, einladen oder überreden überzeugen lassen? Das alte Schema: Männer wollen die Anführer sein? Oder gibt es hormonelle Schwankungen auch bei Männern? Ja, das muss es sein!!
Nein, ich weiss es, das world wide web of the internet ist schuld, weil es jeden in den Bann zieht und nicht mehr los lässt. Keiner kann sich dem entziehen. Gibt man nur den kleinen Finger, zack, wird die ganze Hand verschluckt. Die Sogwirkung ist einfach zu groß. Überall frohlocken alte und neue “Spielplätze”, auf denen man unter anderem viele alte und neue Freunde trifft, und wo man sich in froher Extrovertiertheit austoben kann. Wenn man es denn will. Wenn man (oder Frau) von Anfang an zu seiner (ihrer) Extrovertiertheit steht, sehe ich ja auch gar kein Problem. Ich mag halt nur keine Widerworte Widersprüchlichkeiten. Seufz.

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{1}  Stephan    Apr 27, 2007

Hi Anja,

sehr tiefschürfende Gedanken die Du da hast, auch wenn ich etwas Schwierigkeiten hatte (habe) Dir gedanklich zu folgen. Liegt es vielleicht daran, dass ich selber ein Mann bin?

Womit ich aber grundsätzlich Probleme habe sind Verallgemeinerungen oder Pauschalisierungen. Oder sitzt bei Dir die Enttäuschung so tief, dass dies erst mal einen Rundumschlag rechtfertigt?

Liebe Grüße Stephan

{2}  missycola    Apr 27, 2007

hi stephan!
nur der erste satz war verallgemeinernd gemeint, der rest bezieht sich auf meine persönliche(n) erfahrung(en). es sollte nicht nach rundumschlag klingen. :oops: ich habe einfach nur schnell meine gedanken zu (digitalem) papier gebracht, ohne genau auf jedes einzelne wort zu achten.

{3}  Stephan    Apr 27, 2007

Jetzt wo ich meinen Kommentar lese, hört es sich viel härter an, als ich es gemeint habe.

Hey und wozu hat man einen Blog:

ich habe einfach nur schnell meine gedanken zu (digitalem) papier gebracht, ohne genau auf jedes einzelne wort zu achten.

Genau :lol:

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