like a rolling stone since 2005
There is nothing permanent except change.

Das Offlineleben hat mich wieder - The offline life took me

missyCola @ 11:41 am Kategorie: Natey&Cola & Pix

GERMAN:
Wie ihr euch denken könnt, bin ich momentan eher offline als online unterwegs.
Daher nur ein kurzer Gruß und ein paar Bilder der letzten Tage:

Wir haben unsere vier Johannisbeerensträucher geerntet, bzw. leergepflückt. Da ich momentan keine Zeit habe, daraus Grütze oder Gelee zu machen, ging die ganze Ladung an meine Mama. Hier zwei Eindrücke:

Gestern meinte mein Papa, der Mirabellenbaum bei mir im Garten habe so viele Früchte, die bereits von alleine vom Baum fallen und wir sollten sie doch mal abpflücken. Eigentlich trägt der Mirabellenbaum nur alle zwei Jahre, aber wir haben tatsächlich zwei große Schalen voll gepflückt.
Die größte Ladung ging wieder an meine Mama ;), ein kleiner Rest blieb bei mir, denn ich machte noch schnell das hier daraus:
MirabellenPfirsichkuchen
In der Mitte Pfirische und drumherum die Mirabellen auf Mürbeteig. Den Kuchen haben wir heute draußen im Garten sitzend, genossen. Ich hätte nicht gedacht, dass Mirabellen auch für Kuchen geeignet sind. Prädikat: sehr lecker. Leider war der Teig etwas hart und klebte am Obstbodenformboden fest, obwohl ich ihn vorher mit Butter eingefettet hatte. Das könnte daran liegen, dass ich diesmal statt einem ganzen Ei, nur das Eigelb in den Teig getan hab.

Letzten Freitag ist mr.Natey ja angereist und es hat mal wieder geregnet, wie beim letzten Mal als ich ihn vom Flughafen Hamburg abgeholt hatte. Ich bin peinlicherweise das erste Mal zu spät gekommen und Herr Natey wartete schon draussen vor der Ankunftshalle. Freitags auf der Autobahn ist die Hölle; und dann noch Regen und Massen von LKWs.
Schon von weitem erspähte ich ihn. Sein suchender Blick entlockte mir ein Grinsen. Ich platze fast vor Freude. Noch ein paar Schritte. Breitgrinsend laufen wir uns entgegen. Schling, es ist schön sich endlich mal wieder in die Arme zu schließen. Der bekannte Geruch steigt einem in die Nase und man fühlt sich sofort geborgen.
Natey hat ein Gepäckstück weniger, da es auf dem Flug verlorenging, inzwischen gefunden wurde und nachgeschickt werden soll. Ist mir auch schon mal passiert. Wird schon. Erstmal nach Hause. Die neue Jack Johnson CD macht aus dem trüben Regenwetter eine angenehme Sommeratmospähre und lässt die Fahrt im Nu hinübergehen.
In Ecktown angekommen machen wir erstmal bei Famila halt und kaufen noch ein paar Nahrungsmittel ein. Danach machen wir einen kurzen Stop am Hafen und holen uns frische Fischbrötchen (Bismarckhering und Brathering), die wir dann zuhause verspeisen.
Nateys Müdigkeit ist sehr ansteckend und wir schaffen es leider nicht mehr zu der Abschiedsparty einer Freundin aus Kiel, sondern fallen früh ins Bettchen.

Am Samstag waren bei uns die Sprottentage am Hafen. Eine Veransstaltung rund um die Kieler Sprotte, die ja, wie hoffentlich alle wissen, aus Eckernförde stammt (und nicht aus Kiel, wie man aus dem Namen ableiten könnte). Wir sind bei bestem Sonnenschein ein wenig über die Veranstaltung geschlendert und sind quasi um die Ecke vom Hafen gleich weiter an den Strand gegangen. Kurz ein wenig sonnen und dann ab in die nassen Fluten. Für mich war es das erste Mal dieses Jahr im Meer. Ich sag nur: EISKALT!! Aber wenn man sich im Wasser umarmt denkt man es sei wärmer. Hihi. Ich war letztendlich ne halbe Stunde im Wasser, lag aber die meiste Zeit am Ufer im flachen Wasser, um meiner allergiegeplagten Haut eine kleine Salzkur zu verpassen, und natürlich weil es wirklich angenehm war. Gesicht in die Sonne halten, Körper im Wasser leicht schwingend mit den Wellen mitgehend…so bin ich fast im liegen eingeschlafen. Leider hatten wir nicht allzu lange gut von dem schönen Wetter, denn es zogen fiese Gewitterwolken auf und alle Strandmenschen, inklusive uns, flüchteten. Am Abend waren wir bei einem befreundeten Pärchen zum Grillen und Cricket spielen eingeladen. Lustig wars.

Am Sonntag hatte ich mich für um 12 Uhr mit dem e*Bay Käufer meiner Kommode verabredet, zwecks Abholung von mir zuhause. Er ließ etwas auf sich warten, da er sich mehrfach verfahren hatte, wie sich später rausstellte. Er meinte ja, er käme mit einem Passat, und ich weiß auch nicht wieso, aber ich dachte an einen Kombi. Leider war es kein Kombi, und ich fragte mich, warum der Typ sein Auto nicht vorher ausgemessen hat, denn die Kommode sollte ja als ganzes Stück verladen werden. Die Maße hatte ich in der Auktion ja angegeben. Während ich auf den Typen wartete kam noch ein Freund vorbei, den ich sehr lange nicht gesehen hatte und der grad zufällig in der Stadt war. Zu dritt versuchten wir mehrmals die Kommode in das Auto zu bekommen. Letztendlich haben wir es gerade so geschafft, indem wir sie stehend bzw. liegend auf den hinteren Sitz geschoben haben. Es war aber auch kein Millimeter mehr Platz. Ich freue mich nun über endlich mehr Platz in meinem nicht allzu breiten Flur. Spätnachmittags sind wir zu einem Abschiedsgrillen einer Freundin nach Kiel gefahren. Während es in Ecktown total schüttete, war es in Kiel erstaunlicherweise trocken und wir konnten unser Grillen im Park der Forstbaumschule genießen. Was leider nicht so toll war, es hat fast keiner mit Nathan geredet und er sich nach einer Weile ziemlich gelangweilt, da alle Deutsch sprachen und er kaum etwas verstanden hat. Die Leute waren an sich nett und cool drauf (Surfleute und Alternative/Hippies), aber keiner hat sich wohl getraut Englisch zu sprechen. Fand ich sehr schade. Nathan wunderte sich, dass wirklich keiner an ihm interessiert war, da er ja nun auch ein internationaler Gast war. Tja, hab ich nur gemeint, es sind nicht alle Deutschen höflich, gut erzogen, und am Gegenüber interessiert. Viele können Englisch, trauen sich aber nicht es anzuwenden, weil sie Angst haben, Fehler zu machen. Das versteht der Ausländer nicht, denn ihm wäre viel mehr geholfen, wenn man wenigstens schlechtes Englisch spricht, sei es nur, um überhaupt miteinander zu kommunizieren, damit man nicht einfach so still dasitzen muss.

Was war noch? Ich bin bisher nur einmal sporten gewesen, aber wir haben eine Fahrradtour über 20-25km gemacht, betreiben gemeinsam die Pflege meines Riesengartens, ich habe es geschafft endlich mal meine “tausend” Fenster zu putzen (wenigstens von außen), Herr Natey hilft meinem Papa beim Renovieren, wir haben heute meinen mit Efeu bewachsenen Zaun vergrößert (evtl. folgen die Fotos noch), und das war bisher auch das Wesentliche, was wir so gemacht haben. Die ersten Tage waren noch vom Jetlag überzogen und die Tage vergingen schnell.
Die erste Woche ist schon um.

ENGLISH:
I am not online very often at the moment; the offline life is more interesting now. ;)
Therefore, I just want to say hi and post some photos of the last days, which you will find in the German post above.
We harvested our four red currants bushes (see the two images above), and because I don’t have time to make something out of it, I gave them my mom.

We also harvested our mirabelle tree, which normally gives fruit every second year, and this year is the break. Nevertheless we got almost two big bowles full of fruit. I gave most of it to my mom again, and from the rest of it I made a mirabelle pie (see image above). In the middle you see peach, and around mirabelles in a shortcrust. Very delicious. I didn’t expect that mirabelles are good as a pie. Unfortunately the dough sticked to the bottom of the plate, although I greased it with butter. Next time I probably put a whole egg in the dough, and not only the egg yolk.

Last Friday mr.Natey arrived, as most of you probably know. Every time I get him from the airport it rains; too bad. The first time that I came late to pick him up. Never drive on a German highway on a Friday. It was horrible; tons of trucks, traffic jams, and rainy weather.
I could already spot Natey who was waiting in front of the arrival hall. His lost expression made me smile. My anticipation let me almost explode. Only a few steps towards him. With a big smile we ran into each other’s arms. Hugging time…, it feels so good to have each other closely in the arms again. The familiar smell reached my nose and one immediately felt secure.
One of Natey’s luggage pieces got lost on the flight, but they already found it, and it will be send to my home address. This had happen to me before as well. Then we just wanted to drive home. The new Jack Johnson CD exchanged the rainy weather with a summer feeling and let the drive feel nice and short.
In Ecktown we stopped at a grocery store and afterwards we went to the harbor to get two fresh fish bread rolls (Bismarck herring and fried herring), which we ate at home.
Natey’s tiredness was very contagious and we couldn’t make it to a goodbye party of a friend in Kiel. We went to bed early.

On Saturday we had the “Sprottentage” (sprat days(Natey says sprat is like smelt, so that American people know what I am talking about, hihi) in town. An event around the “Kieler Sprotte” (Kiel sprat), which originally comes from Eckernfoerde, as you hopefully all know. We had best sunny weather and walked over the little event, and afterwards we went to the beach that is just around the corner from the harbor, where the event was. A little bit of sunbathing before we went swimming. It was the first time for me this year, and I only can say: ICE-COLD! But I stayed in the water for almost half an hour in order to help my allergy skin with some good salt water. Unfortunately the good weather didn’t stay long, and everyone from the beach escaped when rain clouds moved in very quickly. In the evening we were invited to a BBQ and crocket at a friend’s house, which was fun.

Sunday I met with the person who bought my chest of drawers at e*Bay. He said he will come with a VW Passat and I don’t know why, but I thought of a station wagon, but he came with a sedan and I wondered how to get my bureau as a whole piece into the car. Another friend of mine arrived spontaneously and so us three tried out different positions after we finally could fit the thing into the car. I asked myself why the guy didn’t measure his car before he took the ride of more than 30 kilometers to get my bureau. I gave the measurement details at my auction at e*Bay.
Well…
In the late afternoon we drove to Kiel, where we were invited to a(nother) goodbye BBQ in the park of the “Forstbaumschule”; a famous green park to hang out in the summer time with a beer garden, where you can also eat good food.
When we just bought our BBQ stuff in Eckernfoerde it started to pour down. Luckily it didn’t rain in Kiel, so we could enjoy the BBQ on the lawn under some trees. Something that wasn’t very great, was that almost nobody talked to mr.Natey, and he felt bored after a while, because everyone talked in German and he couldn’t understand much. The people were nice and cool (surf people), but obviously they were too shy to talk English. Too bad. Natey also wondered why nobody was interested in him, because he was a foreign guest and someone could at least have asked him from where he is and how long he stays and one of this starters questions…I just mentioned that not all Germans are friendly and well brought-up and interested in other people. Many of the Germans can speak and understand English (hey, we all learned it in secondary school), but a lot of the people are afraid of speaking it, and even more afraid of making mistakes. This is something that a foreigner does not understand. It would be more helpful, if they speak at least bad English, in order to communicate at all, and to avoid excluding someone.

What else? I did sport only once last week, but we did a bike tour of 20-25 kilometers (15 miles), worked together on my huge garden, I finally cleaned all my “thousand” windows (at least from the outside), mister Natey helped my dad with renovating, yesterday we enlarged my ivy fence (a photo may follow), and I think this was the main stuff we did yet. Since the first days were covered by the Jet lag of Natey we didn’t do much and the days fly by fast. The first week already is over.


6 comments to “Das Offlineleben hat mich wieder - The offline life took me”


1

Wie blöd, dass sich beim Grillen keiner mit Nathan unterhalten hat. Ist nicht gerade nett. Wie lange bleibt er denn in D und was habt ihr noch so geplant? Noch habe ich ja ein Gästezimmer - ihr seid bei mir immer herzlich willkommen. ;-) Und zu sehen gibt hier ja genug wie du weißt. Das gute Essen brauch ich wohl nicht erwähnen?! Ich sag nur: Käs’spätzle… :-D Aber es ist halt auch recht weit bis zu mir.
Übrigens: Bei mir gibt’s so wie’s aussieht bald einen neuen Kater. Ist noch etwas scheu, aber ich hoffe, das gibt sich… Schicke dir beizeiten mal Bilder per Mail.
Ich drück dich ganz fest und einen dicken :-*

Schwesterherz | 21.July 2007 at 2:27 pm

2

Danke für die nette Einladung, aber ich weiß noch nicht, was wir alles (bis Mitte Sept) machen werden. Erstmal ist die West(Norsee)küste mit den Inseln und evt. auch Dänemark dran.
Das mit dem neuen Kater hört sich gut an. Bin gespannt auf die Fotos! Knutscher zurück in den Süden der Republik.

missyCola | 22.July 2007 at 6:47 pm

3

Ihr könnt ja auch mal nen Abstecher nach London in ein B&B machen… Hier sprechen alle Englisch. Oder nach Eastbourne kommen, habe ne Menge Zimmer frei, allerdings nicht viel socialising time… Aber ich spreche auch Englisch! ;o)
Genieß die Zeit!

HeXXe | 22.July 2007 at 8:47 pm

4

Wow, noch ein nettes Angebot, vielen Dank, Hexxe. London ist zwar günstig via Billigflieger zu erreichen, aber reizt uns nicht so. Wie kommt man denn am günstigsten nach Eastbourne? Ist es denn sehenswert? Was kann man dort machen? Habe bisher noch keine Vorstellung, wie es dort ist…ich weiß nur, es liegt am Meer, was ja schon mal gut ist. ;)

missyCola | 23.July 2007 at 12:42 pm

5

Naja, man fliegt nach London und dann nimmt man den Zug. Aber so viel zu sehen gibt es hier leider nicht… Das Meer eben und vielleicht noch die Steilküste. Ohne Auto ist man hier eher aufgeschmissen, und ich hab ja wie gesagt keine Zeit… London wäre da sicher spannender. Wieso reizt euch das nicht? Zu oft da gewesen, noch nie..??

HeXXe | 25.July 2007 at 9:29 am

6

Wir sind keine Großstadttouristen und ich habe bisher nicht viel Überzeugendes von London gehört. Demnach soll es ziemlich dreckig, stinkig und teuer sein; das Essen soll nicht besonders sein, naja, und die typischen Touri-sights werden oft überbewertet und sind vor allem total überlaufen von Menschenmassen.
England mag schön sein, aber London muss es nicht unbedingt für uns sein. Vielleicht zum Party feiern, aber nicht zum Genießen. Wir mögen es lieber einsam in schöner Natur auf Entdeckungsreise zu gehen. :)

missyCola | 25.July 2007 at 1:25 pm

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