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Fürs Protokoll: Callax Offizielles Widerspruchsschreiben und Rückbuchung

missycola @ 11:54 am Kategorie: Ego & Germany

Hinter den Cola-Kulissen passiert eine Menge und wenn ich alles hier niederschreiben sollte, dann würde ich nie in down under ankommen. Es halten mich viele Dinge beschäftigt, unter anderem auch die Klärung der angeblichen Telefongebühren, die ich über die Vorvorwahl von Callax verursacht haben soll. Ich habe nun den zweiten Einzelgesprächsnachweis erhalten, in dem weitere Gebühren gefordert werden, die auf dem ersten Einzelgesprächsnachweis nicht ersichtlich waren. Die Daten sind falsch, was man schon dadurch erkennt, dass sich Daten und Zeiten überschneiden, so soll ich am 14.2. von 1:01 Uhr nachts für 60478 Sekunden (16.5 Stunden) am Stück (!) mit ner mr.Natey’s Mobilnummer telefoniert haben und dann bereits um 1:39 Uhr wieder ein Gespräch zur selben Nummer für die Dauer von 1151 Sekunden geführt haben. Zeitgleich zwei Gespräche mit ner analog Leitung? Callax, ihr glaubt’s doch selbst nicht, oder? Dann ist da noch ein Gespräch vom 13.2, das ich nachts um 2:08 Uhr für 1759 Sekunden geführt haben soll.
Ich habe diese teure Vorvorwahl nicht gewählt, basta. Deshalb ging letzte Woche folgendes Schreiben per Einschreiben raus:

Datum: 1.4.2008

Widerspruch Gebührenberechnung 13.2.-14.2.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich Ihren berechneten Gebühren von brutto 77,66 Euro, die durch Gespräche mit einer australischen Mobilfunknummer entstanden sein sollen.

Wie Sie mir bereits mitteilten und bestätigten, habe ich Ihre Nummer noch nie vorher gewählt. Ich habe dies auch in meinen zurückliegenden Telekomrechnungen überprüft, Ihre Nummer taucht dort nicht einmal auf.
Wie hinlänglich bekannt ist, wurden wiederholt von Ihnen Tarife falsch berechnet, dies dürfte auch in meinem Fall gegeben sein.

Wenn Sie in meine Telekomrechnung Einblick haben, sehen Sie, dass ich nur für wenige Cents pro Gespräch und insgesamt wenig bis gar nicht telefoniere und wenn dann vor allem nicht mitten in der Nacht. Ich nutze feste Vorvorwahlen mit Ansagen und kenne Ihre 01077 Nummer nicht einmal.

Sie sagten mir, Sie würden mir die zu Unrecht erhobene Gebührensumme über 77,66 Euro mit der nächsten oder übernächsten Telekomrechnung als Gutschrift verbuchen. Ein Gespräch mit der Telekom ergab, dass diese die Abwicklung dieser Art mit Fremdunternehmen nicht übernimmt. Mir wurde gesagt, Sie müssten mir das Geld direkt zurück überweisen, aber als Gutschrift über die Telekom würde es nicht funktionieren.

Da ich Ihren Angaben anscheinend nicht sicher trauen kann werde ich nun meine Bank beauftragen eine Rückbuchung vorzunehmen, um die Gutschrift damit vorzuziehen, denn ich verlasse Deutschland in ca. zwei Wochen und werde dann in Kürze auch mein Bankkonto nicht mehr haben, was das Warten auf Ihre Gutschrift (über die Telekom) zu einem Unterfangen werden ließe. Die Telekom ist über die Rückbuchung informiert.

Ich bedanke mich für Ihren bisherigen netten Umgang mit Kunden bei Ihnen an der Hotline und stehe für eventuelle Fragen noch bis ca. 15. April zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

mein Name
Buchungskontonr. 56xxxxxxxx
ReNr.: 97xxxxxxxx (11.3.2008)

Seit heute habe ich das Geld wieder auf meinem Konto, da ich es gestern habe zurückbuchen lassen.
Nun muss ich den Telekombetrag wieder an die Telekom überweisen, aber ohne den Betrag von Callax. Ich rief gerade bei der T-Com an, um die Bankdaten sicherheitshalber noch mal abzugleichen. Dabei sagte mir der nette Herr, dass diese Rückbuchung problematisch ist, da der Fremdanbieter sein Geld schon habe und nun die Telekom diesen Betrag von 77,66 Euro von denen anfordern müsse. Arghhh…aber genauso so wurde es mir ja letzte Woche von offizieller Stelle geraten!

Ich rief also wieder Callax an und diese Dame sagte mir, dass sowieso nur eine Gutschrift über das 16.5 Stunden Gespräch erfolgt, die anderen zwei Gespräche seien so zustande gekommen, aber man werde es noch mal technisch prüfen lassen. Sie versicherte mir, dass die Gutschrift über die Telekom erfolge und ich versuchte ihr deutlich zu machen, dass ich unsicher sei, ob das Geld wirklich bei mir ankomme und dass es mein Konto in 3 Wochen nicht mehr gäbe und wo das Geld dann landen solle.
Die T-com sagt aber, dass es so nicht läuft, denn das Fremdunternehmen habe sein Geld schon und die nachträgliche Gutschrift würde nur direkt zwischen dem Unternehmen und mir als Kunden abgehandelt werden. Die müssten mir also die zu Unrecht eingezogene Summe direkt an mich zurück überweisen.
Well, what shall I do, whom shall I trust? Ist doch echt zum Kotzen, das ich mich noch mit sowas in meinem Auswanderungsstress befassen muss.

Als die Dame erfuhr, dass ich den Gesamtrechnungsbetrag der Telekom bereits per Rückbuchung wieder auf meinem Konto habe, meinte sie, dass ich also nun keine Gutschrift mehr erhielte und nach technischer Prüfung dann evtl. noch ein Schreiben kommt, ob die anderen zwei Gespräche noch zu bezahlen sind, weil sie doch stattgefunden haben. Ich sagte ihr, dass ich bereits mit der Person Kontakt aufgenommen habe und diese Gespräche so nicht vorgekommen seien und dass man das ja auch von dessen Mobilfunkbetreiberseite aus technisch prüfen lassen könne. Ich gab ihr zu verstehen, dass ich mich weigere auch nur eins der Gespräche zu bezahlen, weil ich sie nicht geführt habe und dass es mir nicht um 3 Euro ginge, sondern ums Prinzip, dass ich nicht deren technische Mängel ausbade.
Ich frage mich, ob Callax nun der T-Com diese 77,66 Euro gutschreibt oder wer nun wem…und überhaupt. Ich glaube die Dame am anderen Ende war etwas überfordert, das Problem ganzheitlich zu verstehen.
Nach 25 Minuten Auseinandersetzung und versuchter Klärung, einigten wir uns, dass Callax eine technische Prüfung vornimmt und ich eventuell dann noch ein Schreiben erhalte, falls ich diese 3 Euro für die anderen zwei Gespräche zahlen soll. (Was ich natürlich nicht machen werde, ausserdem bin ich dann wahrscheinlich eh schon down under).

In Kurzform:

  • T-Com —-> Lastschrift—122,13 Euro—> von missyCola’s Konto.
  • Angemahnter Betrag von Callax 77,66 Euro.
  • missy schreibt Widerspruch und telefoniert sich dusselig, at least kostenlos, da 0800er Nummern.
  • T-Com hat Weiterleitung an Callax evtl. bereits vollzogen. (Die haben ihr Geld wahrscheinlich schon, so genau konnte mir das keiner sagen).
  • missyCola—> Rückbuchung 122,13 Euro—auf missy’s Konto.
  • missy—überweist 44,48 Euro—an T-Com, mit Hinweis, dass nicht an Callax weitergeleitet werden soll, damit die wissen, welches Fremdunternehmen kein Geld bekommen soll (und wohin nun die T-com entweder nicht weiterleitet oder von wem sie was zurückfordert?).
  • Warten was passiert.

Langer Seufzer…


3 comments to “Fürs Protokoll: Callax Offizielles Widerspruchsschreiben und Rückbuchung”


1

Ach, wenn du weg bist können die dir doch eh nix mehr und du hast doch dein Geld wieder, also was soll’s?
Wieso gibst du denn dein Konto und alles eigentlich komplett auf? Meldest du dich auch ganz ab in D? Wir haben unseren Wohnsitz ja immer noch in D…

HeXXe | 8.April 2008 at 5:54 pm

2

Ich hoffe nur, dass die T-Com sich nicht wieder bei mir meldet, weil die ihr Geld nicht kriegen und mich dann zur Kasse bitten.
Wozu Wohnsitz in D, wenn ich doch für die nächsten Jahre nicht hier sein werde? Mal sehen, ob ich mich abmelde, habe noch einige Dinge zu klären, bevor ich es sicher entscheiden kann.

missyCola | 10.April 2008 at 12:52 pm

3

Wann ist es denn eigentlich so weit? Und ich muss doch nochmal fragen, weil ne Freundin das wissen will: Wieso darfst du nach Australien einreisen und da so lange bleiben? Falls du das schon mal geschrieben hattest - welcher Post war das?

HeXXe | 10.April 2008 at 12:57 pm

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