Planet Cola
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Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow

Sep 3, 2008 ~ filed under: A-life & Deutsch ~ 1 comment »

Und weil ich gerade meinen 444. Blogeintrag geschrieben habe und die 4 meine Glückszahl ist, gibt es gleich noch einen Eintrag.
Fast hätte ich es vergessen, aber ich wollte doch noch ganz stolz mitteilen, dass das hier mein neuer Freizeitkumpel ist.
 Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic)

Jaaaa, ich habe mir ein Fahrrad gekauft und es heisst Flow. Der Name kam nach gemeinsamer Überlegung mit Nathan zustande. Erst am nächsten Tag habe ich gesehen, dass am Hinterradgestänge folgendes steht:
 Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic)
Very strange…es gibt so viele Namen für ein Fahrrad und dann kommen wir von ganz alleine auf “flow”. Go with the flow…hmm, das dachten sich die Leute der Marke Fluid wohl auch.

Das Rad ist gebraucht, aber in einem neuwertigem Zustand. Marke: Fluid (australisch). Eigentlich stehe ich mehr auf schwarze bikes, aber das hier ist wirklich mal eine Fahrradfarbe, die mir besides schwarz gefällt. Laut Vorbesitzer wurde es nur 2 Monate während eines Urlaubsaufenthalts vorwiegend auf Perths Strassen und nicht off-road genutzt. Die kleinen feinen Gummihärchen waren sogar noch an den Reifen dran und auch sonst konnte man kaum sehen, dass das Fahrrad überhaupt genutzt wurde.
Hach, was fühle ich mich jetzt ein Stückchen freier mit dem Drahtesel unterm Hintern. Jetzt muss ich nicht mehr ständig mich vom Bus abhängig machen und kann vor allem Perth noch besser erkunden als nur zu Fuss oder mit dem Auto.
Ich habe das Fahrrad online gefunden (ha, wo sonst). Die Seite heisst Gumtree und ist eine Anzeigenseite ähnlich wie Kijiji oder Craigslist oder AnnoncenAvis und man kann kostenlos Anzeigen aufgeben. Habe an einem Abend einfach mal geschaut und bin sofort fündig geworden. Schnell eine Nachricht an den Anbieter des Fahrrads geschickt und sogleich eine Antwort erhalten. Am nächsten Tag war es meins. Schnell muss man sein und wenn missy etwas haben will, dann wird eh nicht lange gefackelt.  Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic)
Das Fahrrad wurde samt Helm (hier herrscht Helmpflicht), Ständer (der beim Mountainbike ja nie dabei ist) und Schloss für einen echt fairen Preis angeboten. Der Vorbesitzer war auch sehr nett. Ein Uniprofessor, mit dem Nathan und ich sofort nett ins Gespräch kamen.
Hier der Helm und der originale Sportsattel, der nicht benutzt wurde, weil ein bequemerer Sattel (siehe grosses Bild) gekauft wurde. Der bequeme Sattel ist wirklich mega-bequem. Hatte ich je einen solch bequemen Fahrradsattel?
 Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic) Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic)
Ich konnte es nicht lassen und habe noch ein wenig runtergehandelt, obwohl der Preis wirklich mehr als gut war. Das Equipment war teilweise nagelneu und alleine der Zweitsattel ist schon mal sehr cool.
Das Fahrrad ist ultra bequem, was auch daran liegt, dass es ein kleiner Rahmen ist; genau richtig für mich kleines Persönchen. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich so schnell einen so tollen Deal gemacht habe.

Wir haben bereits eine kleine Fahrradtour hinter uns; von Cottesloe nach Perth, geschätzte 20 km in 1.5 Stunden. Wobei wir noch einen Zwischenfall mit einer Katze hatten, die auf einer Strasse live vor unseren Augen überfahren wurde. Wir wollten sie retten, aber es war leider zu spät. Konnten sie nur noch von der Mitte der Strasse nehmen, denn es war ein grausames Bild…das Blut spritzte nur so und kein Autofahrer hat angehalten, um das HAUSTIER wenigstens beiseite zu schaffen. Gut, dass wir in dem Moment da waren und Nathan sich der Katze angenommen hat.
Was wir in Cottesloe gemacht haben, erzähle ich übrigens in meinem nächsten Eintrag.

Wer hätte das gedacht, dass Fahrradfahren so glücklich machen kann.
 Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic) Darf ich vorstellen: Fluid Fahrrad Flow  (pic)

Von einer Plage zur nächsten

~ filed under: A-life & Deutsch ~ 4 comments »

Hmm, na gut, mein letzter Pfui-Spinne-Eintrag hat anscheinend keinen so richtig aufgeweckt geekelt. Ich hätte da noch eine mittelschwere Ameisenplage anzubieten. Ebenfalls auf unserer Terasse. Musste mich eben umsetzen, da die staendig an mir hoch und runtergekrabbelt sind und mich das genervt hat. Meine Mitbewohnerin hatte bereits versucht durch Vergiessen von kochendem Wasser die kleinen Krabbeltierchen loszuwerden. Ich bin an sich ja gegen solche Gewalt, aber hat jemand ne Idee wie man ne Ameisenplage in den Griff bekommt?
Das Schlimme ist, dass die nicht nur draussen ihr Unwesen treiben, sondern sich auch bei steigenden Temperaturen auch auf der Arbeitsplatte in unserer Küche aufhalten, was echt ekelhaft ist. Die Masse machts.
Von den Mäusen haben wir übrigens lange nichts gehört und gesehen, was aber nicht heissen muss, dass wir sie los sind. Die “kleinen” sind einfach nur besonders raffiniert und lassen sich nicht blicken.
Aber jetzt gilt es erstmal die Ameisenhorde in den Griff zu bekommen. Gewaltfreie Tipps? Nein, ich werde sie nicht einfangen und umsiedelen…also ok, generelle Tipps?

Ein nicht so entzückender roter Rücken

Sep 1, 2008 ~ filed under: Australia & Deutsch & Visuelles & Well-informed ~ 3 comments »

Es hat doch eine Weile gedauert, bis ich mal endlich eines der immer so gern genannten gefählichsten Tiere Australiens zu Gesicht bekomme.
Da die Tage nun immer waermer werden und man öfter draussen sitzt, habe ich unsere Terasse mal ein wenig mit dem Besen bekehrt und sämtliche Blätter und Spinnweben entfernt, damit unsere Gartensitzecke sauber und einladend wirkt.
Ich wunderte mich, dass mir nicht eine einzige Spinne begegnet ist; bei der Menge an Spinnweben, die ich mit dem Besen eingefangen habe. Nathan meinte mal vor einiger Zeit, dass diese feinen Spinnweben das Zuhause der Redback Spinne wären; was mich aber nicht weiter beunruhigt hat, denn ich habe bisher nie eine Spinne gesehen…und wer weiss, ob seine Ahnung überhaupt mehr als nur eine Ahnung ist.
Nun ja, ich sah dann doch noch was krabbeln auf dem nun blanken sauberen Boden und rannte schnell ins Haus um meine Kamera zu holen. Schnell ein paar Fotos geknipst und dann ins Foto gezoomt, um sich das Prachtexemplar besser anzusehen. Hmm, hat nen roten Klecks auf dem Ruecken, aber muss ja keine Redback Spinne sein. Von etwas das so klein ist, bin ich erstmal nicht sonderlich beindruckt. Und wech war sie auch schon. Dann noch ein wenig weiter die Stuehle wieder hin-und hergerückt und dann sah ich das arme Vieh zusammengekruemmt auf der anderen Seite der Terasse liegen. Meine Mitbewohnerin war inzwischen am Aufhängen ihrer Wäsche und stand mit ihrem Flipflop genau neben der toten Spinne und bedauerte ihren Abgang so ganz und gar nicht. Sie ging wieder ins Haus.
Ich wollte die Spinne nicht mitten im Weg liegen lassen und wollte sie mit dem Ende des Besens beiseite schieben, da bewegte sie sich noch einmal kurz. Blieb aber weiter liegen. Ich beobachtete weiter. Ein paar Sekunden spaeter dreht sich das Mistvieh um und steht wieder auf allen Vieren acht Beinchen. Doch nicht tot. Alles nur angetäuscht. Mistvieh.
Ich rufe meine Mitbewohnerin herbei und sie ist sichtlich schokiert, da sie sich erinnert gerade noch mit ihrem blanken Fuss keine 10 Zentimeter von der Spinne entfernt gestanden zu haben.
Nachdem wir kurz im Internet recherchiert haben, handelt es sich leider doch um die gemeine Redback Spinne, eines der gefährlichsten Tiere Australiens. Ich habe dann ein paar Minuten spaeter gleich noch eine an der Hintertuer entdeckt. Ja, Redback Spinnen sind hier was ganz normales, meine Nathan später. Die gibts hier überall. Die sind ja wenigstens nicht tötlich. Na dann.

 Ein nicht so entzückender roter Rücken (pic) Ein nicht so entzückender roter Rücken (pic)

Von der Grösse der Spinne würde ich sagen, es war ein Weibchen, die um die 2 Zentimeter lang sind. Männchen sind nur 0.5 cm lang. Nur die Weibchen sind für den Menschen giftig.
Weil das Weibchen bestimmt nicht begeistert war, dass ich ihr Haus oder besser gesagt ihre Häuser zerstört habe, habe ich mich an jenem Tag dann nicht mehr nach draussen gesetzt. Aber der erste Schock war schnell vorüber und ich sitze bereits wieder am Gartentisch während ich diesen Blogeintrag schreibe. Alles halb so wild und die beissen ja nicht von alleine wild um sich.

Und was geht bei euch so?