Sydney unter einer roten Sand-Dunstglocke
Sep 23, 2009 ~ filed under: Australia & Deutsch & Well-informed ~ 0 comments »Fuer die, die es noch nicht mitbekommen haben. In Sydney wuetete ein roter Sandsturm und verursachte Chaos und spektaluaere Bilder. Die Stadt versank im roetlichen Sandnebel. Hier gibts den Bericht mit Bildern vom Spiegel. Und hier gibts mehr Bilder und Infos auf einer der australischen Nachrichtenseiten.
Es heisst “air pollution highest on record”. Na dann, Prost Mahlzeit.
Taten statt Thesen – Ich habe gewaehlt
Sep 18, 2009 ~ filed under: A-life & Australia & Deutsch & Germany ~ 0 comments »Oops, was war denn da gestern in meiner Post? Ahh…Wahlunterlagen zur Briefwahl. Komisch, woher wissen die denn, dass…
Danke an meinen lieben Herrn Vater, der sich immer um mein Wohl (und die Zukunft Deutschlands) sorgt und vor allem rechtzeitig dran gedacht hat, dem Amt Bescheid zu geben, dass sie mir die Wahlunterlagen zur Bundestagswahl und Landtagswahl 2009 ins Land down under zu schicken.
Hat er mir gar nichts von gesagt. Schlawiner.
Alles angekommen. Danke!
Somit habe ich mich gestern erstmal durch die “typisch deutschen” Formulare gewuehlt. Ich hatte fast nen Knoten im Gehirn bei dem Amtsdeutsch, aber dann gings.
Somit habe ich nun gewaehlt und werfe die Wahlpapiere heute in den Briefkasten, damit sie noch rechtzeitig bis zum 27.9.09 in Deutschland ankommen. Sollte klappen.
So schwer war die Qual der Wahl dann ja nicht, denn man weiss auf jeden Fall sofort, was man NICHT waehlt. Und dann bleibt ja nicht mehr so viel uebrig.
Nicht waehlen ist dagegen ganz ganz schlecht. Wie der Wickert schon sagte “Wer nicht zur Wahl geht, darf nicht kritisieren.” Oder wollt ihr, dass das hier so weiter geht? Was ist da nur los in Deutschland???
Was sagt denn der Wahl-o-mat bei euch so? Und – beeinflusst er/es eure Wahl?
Uiuiui…was er bei mir ausspuckt, sage ich lieber nicht (oeffentlich).
Ich sag nur, von den grossen Parteien sind CDU und SPD das Schlusslicht meines Ergebnisses.
Aber Thesen der Parteien sind ja halt auch, wie der Name sagt, Thesen und keine Taten. Viel besser waere es, wenn der Wahl-o-mat einen Taten-Reflektion-zu-Thesen-in-der-Vergangenheit-sautomat haette. DAS waere mal interessant fuer die, die nicht so hochpolitisch mittendrin und informiert sind. Thesen anschlagen ist ja pipileicht, nur sie auch bestmoeglich (was das alles heissen kann…so einiges) umsetzen, ist die Kunst, die ein Lob oder gar eine Wahlstimme einkassieren koennte.
Standard Floskel oder Alltagswahrheit
Sep 16, 2009 ~ filed under: Australia & English ~ 0 comments »Standard flowery phrase or (the current economic downturn’s) everyday’s truth?
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Schlangen, Black Swan und ein typischer Spaziergang
Sep 6, 2009 ~ filed under: Australia & Deutsch & Visuelles ~ 2 comments »Wir waren gestern in der Gegend um Swanbourne
Beach
spazieren, was knapp 10 Minuten mit dem Auto von uns entfernt ist.

(these colours are real and not edited, nur ein bisschen nachgeschaerft)
Wir verliessen den Strand und entdeckten einen Weg, der leicht bergauf ging. Oben angekommen, entdeckten wir diesen Hinweis in einem Glaskasten:

Nee, ehrlichgesagt reagiert man bei den ganzen Schlangen-Hinweisschildern hier in Perth irgendwann gar nicht mehr. Ist schon zu normal.
Man weiss halt, dass es sie gibt und dass man besonders bei heissem Wetter (also 10 Monate im Jahr) etwas aufpassen muss, wenn man durchs Gestruepp laeuft.
Aber, muss das auf dem Poster nicht “leash” statt “lead” heissen?
Schlangen gibts hier laut Hinweisschildern ueberall, wo es Duenen oder Gruenanlagen gibt. Man sollte einfach immer auf den regulaeren Pfaden bleiben.

Hier noch ein paar Bilder unseres kurzen Spaziergangs:
Paperbark trees, ein eigentlich ganz normaler Weg am See entlang, aber irgendwie siehts auch ganz schoen verwunschen aus, nicht wahr?

Und aus dem Nichts kam ein schwarzer Schwan schnurgerade auf uns zu und flirtete ein bisschen mit uns.



Guten Tag, wie gehts?
Aug 18, 2009 ~ filed under: Australia & Deutsch & Visuelles ~ 0 comments »Mir reicht beim alltaeglichen mit zig Menschen zusammentreffen das normale freundliche “hallo” oder “guten tag”, aber irgendwie stoert es mich (immer noch), dass man im englisch-sprachigen Raum sich staendig nach dem Befinden des anderen erkundigt, auch wenn es einen gar nicht interessiert, einfach nur, weil es hoeflich ist und weil man vielleicht nicht weiss, was man sonst sagt. Man geht spazieren und sagt es zu jedem, der einem begegnet. Mir wurde gesagt, das “how are you” (wie gehts) ist mehr als Grussfloskel zu verstehen, als wirklich sich nach dem Befinden des anderen erkundigen zu wollen. Man sagt es halt so. Ist so, war so, bleibt so. Natuerlich ist es freundlich und netter, als wenn man stumm aneinander vorbei geht. Das wiederum finde ich in Deutschland wieder zu kuehl, wenn man aneinander vorbeigeht und stur den Kopf nach vorn oder nach unten haelt um sich bloss nicht anzuschauen oder sich zu ignorieren. In Deutschland finde ich es nett, wenn man wenigstens ein Kopfnicken zeigt. Das reicht an sich als Gruss und zeigt, man hat sich wahrgenommen. Allerdings klappt es auch gut, wenn man auch in Deutschland einfach mal alle, die einem begegnen, gruesst (ist mir nach meinem ersten Australienaufenthalt passiert). Einige sind etwas verwundert, aber die meisten gruessen zurueck. Vor allem die aeltere Generation scheint sich ueber das freundliche Gruessen zu freuen.
Das mit dem Kopfnicken passiert mir hier auch sehr oft. Dazu kommt meist noch ein “hi” aus meinem Mund. Meine bevorzugte Grussformel….fuer Faule…hihi.
Ich finde ja die “how are you” Sache ist rein vom Sinn her verstaendlicher, wenn man in einem Geschaeft ist, und etwas kauft oder beraten wird, denn dann is da ja schon ein naeherer Kontakt vorhanden und man hat fuer einen Moment miteinander zu tun…aber so auf der Strasse oder im Wald oder sonstwo…ich fuehle mich ja schon schlecht, wenn wir spazieren gehen und ich nix sage, weil ich es vergesse oder mit meinen Gedanken woanders bin, und Nathan dann aber foehlich das “how are you” Gedicht aufsagt.
Ich bin immer noch nicht so drin , diese Konversation “how are you” “fine, and yourself?” “good” taeglich mehrmals abzurattern. Oft werde ich zuerst gefragt. Wer fragt wen eigentlich zuerst? Gibt es da ne Regel? Alter vor Schoenheit oder sowas? Hihi…
An den Supermarktkassen werde ich oft zuerst gefragt. Wenn ich mit Nathan unterwegs bin, ist er schneller und fragt die Kassierer, bevor sie ihn fragen koennen. Eine interessante Beobachtung.
Was ja noch hinzukommt, ist, dass ich staendig an der Kasse gefragt werde, wie mein Tag bisher war, wie meine Arbeit war,…ich will das doch gar nicht einem x-beliebigen Menschen erzaehlen! Somit laeuft es also meist auf das ‘alles ist gut, danke’ hinaus und man hat Ruhe.
Allerdings bin meist viel zu ehrlich und gebe dann als Antwort “not so good”, oder “not so bad” oder “ok”, was ja auch schon den Anschein nach einem nicht perfekten Befinden macht. Aber wen kuemmerts schon? Ernsthaft? Man fragt ja nicht, um wirklich was anderes als “fine”, “good”,”very good” oder gar “great” zu hoeren. Denn dann muesste man ja nachfragen, “why?” und das fuehrte ja zu einem laengeren verbalen Austausch, als das man (so im Vorbeigehen oder an der Supermarktkasse mit einer langen Schlange hinter einem) eigentlich Zeit oder gar Lust dazu haette. Wir sind ja nicht 24/7 auf ner sozialen Mission, nicht wahr? Aber da denkt so mancher, im englischen Sprachraum wird vieles kuerzer und schneller gesagt…doch beim einfachen sich gruessen und “hallo” sagen, ist das was anderes. Germany – 10 points!
Hier in Australien hoert man uebrigens statt “how are you” meist “how are you going” oder kurz “how ya going (mate)”. Nathan findet das eigenartig, denn er kannte eigentlich nur das “how are you doing?” und muss sich hier auch umgewoehnen. Na, da haben wir ja dann beide was zu lernen.
Dieses video greift die Thematik auf, dennoch wurde das video in Kalifornien (US) gedreht und dort scheint es noch verhexter zu sein, in dem Sinne, dass die Antworten oft gar nicht zu den Gruss-fragen passen.
Sehr lustig! Schauts euch mal an:

