Ein paar Impressionen von Zuhause
Feb 21, 2009 ~ filed under: A-life & Australia & Deutsch & Natey&Cola ~ 0 comments »This is how it looked behind the stove BEFORE we moved in and we didn’t clean it until I did it last week. There is a dead adult cockroach and some old baits from the previous owners. And a lot of grease.
Our hot water system was broken and an Electrician came to fix it.
This is how the wall looked after:
(Full of blood spots…not ours!)
Dann gings heute los mit Löcher füllen:
Alles halb so wild. Ich habs ganz gut hinbekommen. War mal wieder von mir selbst überrascht.
Ich habe nun also in der Küche um die Spüle herum sämtliche Spalte mit klarem Silikon abgedichtet und im Badezimmer unter dem in die Wand eingebauten Spiegelschrank ebenfalls die Löcher gestopft, die Nathan “übersehen” hat. Dann noch an der Wand entlang, hoch, ums Fenster herum.
IN der Waschküche habe ich das weisse Silikon genommen.
Ich wollte gerade anfangen, da kam Nathan nach Hause. Er guckt sich natürlich sofort (wahrscheinlich mit Angst, hihi) an, was ich gewerkelt habe. Das erste was er sagt ist: “Hey you did a very good job, now you could come and work with me.” (übersetzt: Hey, das hast Du sehr gut gemacht, nun kannst Du mit mir zusammen arbeiten gehen.”) Zur Erklärung, er arbeitet nebenbei als “Maintenance Man” (Hausmeister/Handwerker/Mann für alles) in einem Hotel. ….MÄNNER!
Naja, es hat mich schon gefreut, dass er zufrieden war/ist. Wer hätte das gedacht, Mr. Perfektionist und MissyPerfektionistin. Das Leben ist schon nicht einfach mit uns zwei Hübschen. *g*
Er hat mir dann noch mal GAAANZ genau erklärt, wie diese Silikonpistole eigentlich funktioniert. Ich habs ja ganz gut hinbekommen, wie er am Ergebnis gesehen hat, aber nach der Erklärung war mir klar, ich hatte diese Press(Luft)funktion gar nicht richtig benutzt. Haha…na was solls. Ging ja auch ohne.
Er fragte mich auch, wie es ohne Spachtel so schön glatt bekommen habe…er fragte mit Seife? Ich sagte, nein, mit meinem nassen Finger, GAAANZ einfach. :P
Man, Männer denken manchmal echt, dass es handwerkliche Aufgaben gibt, die nur für Männer sind, oder wie? Ich habe oft genug mit meinem Papa gehandwerkelt und mir ne Menge abgeschaut und zeigen lassen. DANKE PAPA, an dieser Stelle. Unbezahlbar!
Man sieht, wo man es mal gebrauchen kann.
Mit dem weissen Silikon habe ich dann grössere Löcher, zum Beispiel das vom Warmwasser System Kabel nach draussen, abgedichtet. Ging mit dem weissen Zeug noch viel einfacher, weil man es besser sehen konnte. Um Türen herum, am Fensterbrett, an der Zimmerdecke wo Risse am Stuckabsatz waren…ich habe alles dicht gemacht, was mir zu Augen kam.
Morgen will ich noch die Decke im Bad machen. Das wird etwas aufwändiger, da der Spalt sehr breit ist. Ich muss bestimmt erstmal Pappe reinstopfen und dann füllen. Mal sehen.
Ach ja, wir hatten heute übrigens wieder mal 39°. Da macht das Arbeiten IN einem Haus OHNE Klimaanlage richtig Spass.
Mir lief der Schweiss nur so herunter.
Trotzdem hatte ich Spass bei der Arbeit…mit mir selbst…und mit der Kanone, wie man hier sehen kann:
Ganz besonders witzig war es, als ich nach “Silikonpistole” googelte und mein Blog als zweiter Treffer herauskam.
Ihr wisst Bescheid!
Eure Missy, die nicht nur vor dem Computer hockt und web-zwei-nullig drauf ist, sondern auch handwerklich die Nase vorn hat.
Aus lang wird kurz or Dull kitchen scissors meet Natey hair
Feb 6, 2009 ~ filed under: A-life & Deutsch & Natey&Cola & Visuelles ~ 5 comments »So sah der Herr Natey noch vor Kurzem aus.
Langes Haar, das taeglich in einem knotenartigen Schopf getragen wurde.
The latest edition of Mr. N. with long hair.

Nein, ich habe mir nicht meine Haare gefaerbt :P Das hier sind Nathans Haare, die er aber nie offen getragen hat. Nur mal so zum Laengenvergleich:

Es gab viele Tage, Wochen, wenn nicht gar Monate, wo der Herr von seinen Haaren genervt war. Er sprach immer wieder davon, sich die Haare abschneiden zu lassen oder vielleicht einfach selbst den Rasierer in die Hand zu nehmen und alles wechzuraspeln.
Doch dann hatte der Herr Natey immer keine Zeit fuer solche Spielereien. Er war zu beschaeftigt mit Studium und pipapo. Als ich damals, im August 2008 meine langen Haare abschneiden liess, war ich kurz davor meine Frisoese zu fragen, ob sie noch schnell seine Haare schneiden koennte. Mr. Natey war das aber zu teuer, denn ich war bei einer der besten Frisoere West Australiens gelandet und da zahlt man fuer nen Director’s cut eben mal um die 100 Dollar.
Somit musste ich immer wieder mitleiden, wenn Nathan einen schlechten Haar-Tag hatte.
Dann durfte ich ihm damals noch im alten Haus in der Walcott Street, die Spitzen schneiden und wir kamen dann auf die Laenge, die ihr im Foto oben seht.
Trotzdem. Die Haare wurden durch die australische Sonne immer trockener und beim Schwimmen im Meer konnte Nathan nichts mehr sehen, weil er immer das Haargummi verlor und sich die Haare bei den Megawellen, die wir hier haben, in seinem Gesicht breit gemacht haben. Ich wiederhole: er war hochgenervt.
Dann kam unser Umzug. Keine Zeit. Dann kam Weihnachten. Keine Zeit. Dann waren wir campen. Zeit, aber bessere Dinge zu tun, als Haare schneiden gehen. Dann kam auch schon Silvester, und das Jahr 2008 war vorbei.
Am ersten Tag des neuen Jahres dann, fragte mich Nathan, ob ich ihm die Haare schneiden koenne. Ich dachte, ich hoere nicht richtig, aber er meinte es ernst. Ich freute mich ueber das Vertrauen und den Glauben an meine Faehigkeiten. Ich hatte noch nie zuvor Jemandem die Haare geschnitten, ausser ihm die Spitzen, was auch erst ein paar Wochen/Monate her war.
Leider hatten wir keine scharfe Schere, sondern nur unsere billige zwei Dollar Kuechenschere, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Nathan war das egal. Er meinte es ernst. Er wollte sich jetzt endlich seinen Haaren entledigen.
Wir schreiben den 1. Januar 2009. Meine erste grosse Tat im neuen Jahr stand mir bevor.
Also nahm ich die stumpfe Kuechenschere und legte los. Wir hatten eigentlich nicht so den Plan, was fuer ne Frisur am Ende rauskommen soll. Nathan wollte auf jeden Fall Stufen haben. Also habe ich mich langsam herangetastet und es wurde immer kuerzer.
Und die erste, noch nasse Version sah dann so aus (zurueck gekaemmt, irgendwie so franzoesischer Stil, finde ich):

Dieses Foto habe ich von der Kamera gemopst, denn ich war gar nicht dabei, als er sich stolz selbst fotografierte.
Und als er meinte, es koennte ruhig noch etwas mehr ab, wurde dann schnipp schnapp das hier draus:



Diese Bilder sind alle von dem Abend nach dem Schneiden. Ohne Styling Hilfsmittel (Gel, Schaum, etc).
Das coole ist, er braucht seine Haare nicht stylen, denn er waescht sie, laesst sie lufttrocknen und sie sehen immer toll aus. Er hat ne Naturwelle, die den Schnitt toll unterstuetzt. Hat der Mann ein Glueck.
Hier noch ein paar Bilder der letzten Wochen:

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Still the same man, but different and very hot now.
I love going through his hair with my fingers now. It feels awesome, the hair is so thick and healthy. I think, he new cut suits him vey well. Hannah, what do you think?
I have never seen him with short hair. When we met the first time, his hair was already at shoulder length.
Ich muss zugeben, das ich doch recht stolz auf meine ungeahnten Haarschneidefaehigkeit bin.
Dafuer, dass ich ohne grossen Plan (und ohne Vorbereitung!!! Ich, die immer alles vorher im Internet nachschlaegt *g*) drauf losgeschnitten habe. Ich hatte keine Hilfsmittlel, nur ne stumpfe Schere und meine Finger, die ne Linie gebildet haben. Ist doch ganz ok geworden. Mein Maenne war sehr zufrieden und guckte in den ersten Tagen in jeden Spiegel, der ihm in die Quere kam. Da konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Hab mich gefreut und weiss nun, ich kann mir mal ruhig mehr zutrauen!
Mir kommt Nathan jetzt mit den kuerzeren Haaren groesser vor, wahrscheinlich weil sie nun so dick sind und etwas vom Kopf abstehen…Ein weiterer Vorteil: die Geheimratsecken sind nun in der Haarpracht verborgen. Sowas ist mir eh egal, aber ich weiss, dass Maenner damit ja immer so ein Problemchen haben. So eine schoene Haarfuelle haette ich auch mal gerne! Und ich habe sooo viel Fuelle schon herausgeschnitten. Unglaublich!
Ein Arbeitskollege hat mir letztens gesagt, als er Nathan kennen gelernt hatte, dass er ihn wunderhuebsch findet; sogar echt super hot und er hat sich gar nicht mehr eingekriegt. Ohjee. Nun muss ich wohl aufpassen.
Beaching
Nov 10, 2008 ~ filed under: Australia & Deutsch & Natey&Cola ~ 0 comments »Ein kurzer Nachmittagsausflug fuehrte uns letztens an diesen schoenen recht menschenleeren Strand etwas noerdlich der Stadt – Burns Beach:
Hier war unser Platz, windgeschuetzt zwischen den “rocks” und weit uns breit keiner neben uns. Ja, ich bin noch ganz schoen kaesig auf dem Foto, was sich aber in der letzten Woche schon geandert hat. Der Bikiniabdruck ist schon vorhanden.
Die Promenade mit Blick auf den Teil Strand, wo wir waren:
Und zwei glueckliche Strandlover:
Es war nur ein kurzer Ausflug, aber sehr erholsam! Die Fotos sind uebrigens mit Nathans neuer Canon Knipse (Modell A470) gemacht. Fuer so ne billige Cam (in D um die 90 Euro) recht ordentliche Fotos, wie ich finde. Ich brauchte nicht mal was in Photoshop editieren.
Der verschniefte Nachtrag mit Bildern
Sep 25, 2008 ~ filed under: Australia & Deutsch & Natey&Cola & Visuelles ~ 0 comments »Was ich eigentlich erzählen wollte…
Ich bin seit letzten Freitag krank, mit ner mittelschweren Erkältung. Schon wieder, denken sich einige (ich vor allem), denn ich war ja erst im Juli (oder so) krank, dabei bin ich hier doch im Land der Sonne…nur leider ist hier seit Juli Grippewelle und man steckt sich immer wieder an. Diesmal habe ich es wohl von meinem Mitbewohner…oder vielleicht war das hier auch ein Auslöser?
Hier waren wir am vorletzten Wochenende. Es war ein Teil meines Geburtstagsgeschenks! Ice-skating in Perth, jawoll! Ich dachte erst, wie verrückt und hätte gar nicht gedacht, dass es hier ein Eisstation gibt, aber Perth überrascht mich immer wieder. Und wie man sieht, sind die Aussies ganz verrückt danach, denn es war ziemlich viel los. Die Eishalle hatte nur 2,5 Stunden für die Öffentlichkeit geöffnet, der Rest des Tages war für Trainingsmannschaften reserviert. Kaum kamen wir um 13:30, rechtzeitig zur Öffnung an, fuhren auf einmal zig andere Autos auf den Parkplatz, als gäbe es hier ein besonderes Spektakel. In der Halle bemerkten wir, dass nicht nur wir die Idee hatten, an einem verregneten Samstag Schlittschuhlaufen zu gehen.
Ich war schon bestimmt 10 Jahre nicht mehr Schlittschuhlaufen und dachte, ich kann bestimmt nichts mehr, aber nach ein paar Minuten fühlte ich mich wieder sicher auf dem Eis und habe Nathan mit meinem speedy-cruising und Slalom durch die Menge der vielen kids ständig abhehängt, hihi. Na gut, das war jedenfalls ein toller Tag, der sehr schweisstreibend war und Muskelkater mit sich brachte. Werden wir auf jeden Fall noch mal machen. Die Eishalle hatte übrigens den, wie ich finde, sehr lustigen Namen, Cockburn Ice Arena. Wer der englischen Sprache mächtig ist, versteht warum ich den Namen lustig finde.
Ok, weiter im Text. Ich wollte ja eigentlich nur mitteilen, dass es mir ganz schlecht geht und…
Am schön sonnigen letzten Samstag hätten wir wohl den Tagesausflug in den Walyunga Nationalpark etwas ausserhalb Perths lieber sein lassen sollen, denn wir sind recht weit und lange gewandert, und das bei teilweise bis zu 25% Anstieg, bzw. Gefälle. Für mich war es viel zu anstrengend, da ich die Erkältung schon voll in mir hatte, was sich dann vor allem darin zeigte, dass ich überhaupt keine Kraft hatte und mir schon bei kleinen Anstrengungen die Puste wegblieb.
Nun ja, am Sonntag hat es dann nur geregnet und ich blieb fast den ganzen Tag im Bett, weil es mir überhaupt nicht gut ging. Die Erkältung kam voll durch.
Montag war es auch nicht viel besser und ich musste meiner Arbeit absagen. Hab nen kleinen Zwischenjob. Es ist nur ein Temp-Job, nachmittags ein paar Stunden an der Rezeption der Opel-Hauptniederlassung Perths. Das Telefon der Rezeption klingelt quasi permanent und ich hatte eh kaum Stimme, um das auch nur eine Stunde durchzuhalten. Am Dienstag meldete ich mich zurück zur Arbeit, obwohl es mir dann nachmittags doch unerwartet sogar noch schlechter als am Montag ging. Da musste ich nun durch. Ich sah so aus wie ich mich fühlte, aber zum Glück habe ich bei diesem Job kaum Kundenkontakt, denn die Verkäufer fangen alle Leute ab, die in die Autohalle kommen. Ich dachte erst, ich könnte kaum jemanden am Telefon verstehen, weil meine Nasennebenhöhlen bis zu den Ohren total dicht waren, aber es ging doch besser als erwartet.
Kurz vor Feierabend wollte ich eins meiner Taschentücher (eigentlich sind es Kosmetiktücher) zücken und stellte mit Entsetzen fest, dass ich nur noch zwei übrig hatte. Oh neiiiiin! Ich habe tatsächlich 160 Taschentücher in nur drei Tagen verbraucht. Ich hoffte, die letzten Minuten ohne grosses Naselaufen zu überstehen, denn Aufstehen und zur Toilette gehen ist bei diesem Job so gut wie nicht drin, und vor allem ist die Toilette viel zu weit weg. Solange kann ich das Telefon nicht alleine lassen.
Nach der Arbeit habe ich mich dann doch mit Medikamenten in der Apotheke eingedeckt. Ich dachte ja, ich schaff es ohne…leider wird es fast immer schlimmer.
Mit meiner Gluten und Laktose- Unverträglichkeit komme ich mir ja immer etwas dämlich vor, vor allem in der Apotheke, wo dann jemand für mich tausend Packungen studieren muss, ob da dies oder jenes drin ist. Die nette asiatische Apothekerin hat sich aber sehr bemüht und dann tatsächlich was für mich gefunden. Ich war begeistert! Ein Nasenspray auf Salz basierend (bin ja an sich ein Gegner von Nasensprays) und so Kapseln für den Tag und die Nacht. Die Kapseln haben es in sich! Laut Anweisung soll man zwei morgens, zwei mittags, zwei nachmittags für die Tagesdosis nehmen und dann zwei zur Nacht. Die Kapseln sind riesig! Nathan hat nen Schreck bekommen, als er die Dosierung gelesen hat und die Dinger gesehen hat und meinte, ich sollte besser nur eine nehmen.
Mir ging es so schlecht, dass ich mir die volle Dosis verpasst habe. Und was ist passiert?
Ich hab mit den Nachtkapseln angefangen und bin nach wenigen Minuten seelig eingeschlafen und habe sofort angefangen zu brabbeln. Nathan hat noch den Film, den wir zusammen angefangen hatten zu gucken, zuende geschaut, und wollte dann schlafen. Konnte er aber nicht, weil ich permanent geredet hab im Schlaf. Das ging die ganze Nacht, meinte er. Hm, ich weiss von nichts. Muss wohl an den Kapseln gelegen haben. Ich hatte einen guten Schlaf! Hihi.
Die Tageskapseln tun auch ihr Soll. Meine Nase läuft nicht mehr und alles scheint fest zu sitzen, ohne mich zu behindern. Mir geht es schon etwas besser, aber ich warte noch darauf, dass der Schleim sich löst und abgehustet werden kann. Husten ist schon etwas da, aber noch nicht so richtig. Schon komisch. Irgendwie verläuft meine Erkältung hier total anders als in Deutschland. Hier kommen wohl die mulit-kulti Bakterien auf einen zu und mein eh schon geschwächter Körper braucht etwas länger für die Bekämpfung. Na Hauptsache ich bin bald wieder auf dem Damm. Morgen noch einmal arbeiten und dann ist ja schon wieder Wochenende und es sieht so aus als würde es nicht regnen (was es hier schon wieder seit Tagen tut). Na hoffentlich.
Mit einem verschnieften Gruss aus dem frühlingshaften Perth!
Whiteman Park

Ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön, or what?
Sep 8, 2008 ~ filed under: Deutsch & Natey&Cola & Visuelles ~ 13 comments »Ich war unglücklich. Sehr unglücklich. Dann dachte ich mir so…
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…ich brauch mal was Neues….auf dem Kopf! Eine neue Frisur, die besser zu mir passt oder mir beim alltäglichen Blick in den Spiegel besser gefällt. Ich mochte mich einfach nicht mehr sehen.
Also, Pony vielleicht?
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So trendy fransig in die Augen geschnitten, wie es momentan einige tragen? Wohl eher nicht. Hm. War auch nicht ernst gemeint. Hihi. Mir steht Pony nicht und man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.
Dann hat Nathan mir eines Abends einen Dutt, oder sowas Ähnliches, gemacht. Es sei alles nur eine Frage, wie man sein Haar trägt.
Okay, kommen wir zur eigentlichen (ernsten) Ausgangsposition meiner Haarpracht.
Lange Haare. Dünne Haare. Gefallen mir nur, wenn sie frisch gewaschen sind und auch nur zirka eine halbe Stunde, bis sie dann nämlich langweilig einfach nur herunterhängen oder nach einiger Zeit strähnig aussehen. Meistens trage ich sie eh zusammen gebunden als Pferdeschwanz. Selten mache ich tolle Frisuren.
Bei all möglichen Freizeitaktivitäten nerven die offenen Haare sowieso und dann immer diese Knoten in den Haaren am Hinterkopf. Eine halbe Stunde am Tag ging sicher nur fürs Kämmen drauf. Wie nervig. Ich war es einfach leid, immer so viel Zeit mit den Haaren zu verbringen. Waschen dauert länger, Kämmen erst recht, Stylen ging natürlich schnell, aber ich habe ja auch nicht viel getan.
Dann dachte ich mir, wie wäre es denn mit dieser Frisur:
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Hatte ich vor etwa 12 Jahren schon mal so. Fanden alle toll. Sagen immer noch einige, dass es mir gut stand. Die Länge und so.
Nathan sagt "bloss nicht". Schrecklich.
Hat er recht.
Kann doch ganz nett aussehen, oder?
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Ja, nett ist der richtige Ausdruck für das erste Bild. Ich wollte aber nicht nur nett aussehen. Die Frisur auf dem zweiten Bild war sofort Nathans Favorit. Vorne etwas länger und dann die Seiten gestuft. Ein bisschen wild halt.
Dann hab ich es nicht mehr ausgehalten und habe Nathan an meine Haare gelassen. Schnipp Schnapp, ein paar Zentimeter ab. Hat er sehr gut gemacht. Das sah dann so aus (gute 4 Zentimeter kürzer als zuvor):
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Fühlte sich schon besser an, war aber noch nicht der letzte Schnitt, das war mir klar.
Ein paar Tage oder gar Wochen später hielt ich es nicht mehr aus.
Ich arrangierte einen Termin bei einem der angesagtesten Friseure in Perth. Es gibt hier Hunderte von Friseuren und bestimmt mehrere Dutzend sehr gute. Die Wahl war nicht einfach, dennoch entschied ich mich fuer die "Finalistin zur Friseurin des Jahres 2008 hier in West Australien", die vor einigen Wochen ihren eigenen Salon eröffnet hatte und zudem einen 20% Preisnachlass bis Ende August anbot, was nicht unwichtig war, denn man kann hier locker 300 Dollar fuer nen Haarschnitt mit ein etwas Farbauffrischung bezahlen.
Der Friseursalon befindet sich in dem Stadtteil namens Cottesloe. Dort, wo der schöne Strand ist (falls jemand durch die Bilder von Google Earth im vorletzten Posting geklickt hatte). Ich hatte im vorletzten Blogeintrag ja gesagt, ich sage euch noch, was wir in Cottesloe gemacht haben. Das hier:
Aktion Cola-Haare ab! :))
Natürlich brauchte ich Beistand von meinem Liebsten, der, solange an mir herumgewerkelt wurde, in einem Pub um die Ecke voller Erwartung ein Bierchen genoss und die Gegend mit dem Fahrrad erkundete. Er durfte die neuen Haare nicht vor Fertigstellung sehen.
Ich war vorbereitet und wusste genau, was für einen Haarschnitt ich haben wollte. So wie hier auf den Bildern (eher die oberen beiden).

Auf die Idee mit der Frisur des Mädels auf den Bildern brachte mich meine Freundin A. aus Berlin. Falls Du mitliest, wie findest Du das Ergebnis?
Einige erkennen wahrscheinlich, dass es sich um eine Soap-Darstellerin handelt. Mir war diese Person unbekannt. Ist ja auch egal. Die Frisur könnte mir stehen, dachte ich. Nathan fand sie auch gut. Und jetzt, nach all den Wochen, in denen ich mir das mit den kurzen Haaren auch gut überlegt hatte, war ich mehr als bereit und wollte keinen Tag mehr warten.
Ich zeigte meiner Stylistin also die Foto-Collage und fügte hinzu, dass ich jedoch vorne an den Seiten, jedoch nicht direkt am Gesicht, sondern “hinter” den Ponyfransen, jeweils eine breitere längere Strähne haben möchte. Dazu zeigte ich ihr das Natey-Favoriten-Bild in meinem Handy. Sie war begeistert, dass ich so gut vorbereitet war und dass ich mir das anscheinend gut überlegt hatte, meine laaangen Haare wirklich abzuschneiden. Ich nickte und sie machte einen Schnitt direkt an meinem Hinterkopf und ich dachte nur; man, das ging aber schnell. Sie wusste, was sie tat und war sehr schnell mit dem Grundschnitt fertig. Dann wurde gefönt und mit Hilfe eines Glätteisens meine neue Frisur in Form gebracht. Das dauerte fast länger als der Schnitt selbst. Nach zirka 1.5 Stunden war ich fertig. Ich habe dann noch gefragt, ob sie am Hinterkopf noch etwas mehr Stufen reinschneiden kann, weil ich es etwas sehr gerade und etwas langweilig fand. Sie meinte, wenn sie es macht, würden sich die Haare dort schnell nach aussen drehen. Ich wollte es aber so und sie schnitt also noch mal ein wenig herum, bis ich vollends zufrieden war.
Und so sah ich nach dem Friseurbesuch aus – TADAA (ich muss dazu sagen, dass ich auf den Fotos bereits eine 1.5 stündige Fahrradtour nach dem frischen Schnitt hinter mir hatte und die Haare vom Helm ein wenig zerdrückt waren), anyway – NEW COLA HAIR:
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Da ich (noch) kein Haarglättungsgerät besitze, was die Friseurin aber zum Stylen angewandt hatte, sehe ich meist eher so aus (habe doch irgendwie ne leichte Naturwelle, die recht doll durchkommt…finde ich aber recht cool, denn es lässt das Haar voller wirken):
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Ich fühle mich super mit dem neuen Haarschnitt. Ich liebe es mir durch die Haare zu wuscheln und sehe jeden Tag ein wenig anders aus, je nachdem, wie sich die Haare wellen und wie sie liegen oder wie ich sie mit etwas Wachs durchknete. Ein tolles neues und vor allem so freies Gefühl. Ich freue mich neuerdings auf jede Dusche, weil ich weiss, wie schnell es nun geht. Keine Verknotungen mehr in den Haaren. Nasse Haare kämmen kein Problem. I love it!
Und was sagen meine Leser zur neuen missycola-Frisur?





